Einladung zur Konferenz des Schiller-Instituts

Eine Friedensordnung auf der Basis der Entwicklung der Nationen

Samstag 30.6. / Sonntag 1.7. 2018 im Raum Frankfurt/Main

Wir sind in der Geschichte der Menschheit of- fensichtlich an einem Punkt angekommen, an dem unsere intellektuelle und moralische Über- lebensfähigkeit als Gattung auf dem Prüfstand steht. Wenn wir auf dem Kurs der letzten Jahre und dem Motto fortfahren, daß das Recht des Stärkeren gilt und die „Geschlossenheit des westlichen Lagers“ die Wahrheit ersetzt, dann besteht die unmittelbare Gefahr, daß sich in Ab- wesenheit eines gültigen Regelwerkes aus den vielfältigen internationalen Krisenherden ein hei- ßer Krieg entwickelt, der der letzte der Mensch- heit sein könnte.

Die Doktrin des liberalen Interventionismus hat seit 1999 zunehmend das Völkerrecht und die UN-Charta außer Kraft gesetzt, Millionen Men- schen das Leben gekostet, das Entstehen der islamistischen Terrorgruppen überhaupt erst ermöglicht und beispiellose Flüchtlingsströme erzeugt. Dabei reihen sich die zahlreichen „Fal- se-Flag“-Provokationen nur an die lange Reihe der Kriege an, die auf Täuschungen basierten - vom Tonkin-Zwischenfall (Vietnam 1964), der „Brutkastenlüge“ (Kuwait 1991), dem „Hufeisen plan“ (Kosovo 1999), der Yellowcake-Lüge (Irak 2003), bis hin zu den diversen False-Flag-Ope- rationen wie dem Skripal-Anschlag und dem an- geblichen Chemiewaffeneinsatz in Syrien in der jüngsten Zeit, in denen die Rolle des britischen Geheimdienstes ganz offen zutage getreten ist. Die Ostausweitung der NATO bis an die Gren- zen Rußlands, die Dämonisierung Präsident Putins, die Attacken auf China und der Coupver- such gegen Trump resultieren aus dem gleichen letztlich vergeblichen Versuch, eine unipolare Weltordnung aufrecht zu erhalten.

Wir brauchen einen fundamentalen Wandel in der Politik. Das Völkerrecht und die UN-Charta müssen nicht nur wieder hergestellt werden, son- dern die Geopolitik muß explizit durch das höhe- re Prinzip des Interesses der einen Menschheit ersetzt werden. Die größte Annäherung an das neue Paradigma der internationalen Beziehun- gen stellt heute Chinas Programm der Neuen Seidenstraße dar, das die wirtschaftliche und wissenschaftliche Kooperation auf den wechsel- seitigen Vorteil souveräner Nationen ausrichtet. Präsident Xi Jinping spricht in diesem Zusammenhang von der „Schicksalsgemeinschaft für die Zukunft der Menschheit“.

Bereits 2004 hat Lyndon LaRouche einen bahnbrechenden Beitrag für ein solches neu- es Paradigma der internationalen Beziehungen veröffentlicht mit dem Titel: „Die kommenden 50 Jahre: Dialog der Kulturen Eurasiens“, in der er darstellt, daß die Beziehungen in Eurasien auf der Idee der Noosphäre des russischen Wis- senschaftlers Wladimir Wernadskij und einem Dialog der klassischen Kulturen basieren müs- sen. In der Tat stellt heute die Integration der Neuen Seidenstraße und der Eurasischen Wirt- schaftsunion eine Entwicklung in diese Richtung dar. Im Westen fehlt dagegen bisher der öffentliche Diskurs über die Vision für die Zukunft der Menschheit.

Wenn die menschliche Gattung die gegenwär- tige existentielle Krise überwinden soll, dann müssen wir eine internationale Friedensordnung schaffen, die auf der ontologischen Basis uni- verseller Prinzipien aufbaut. Eine solche neue Ordnung muß die wirtschaftlichen und Sicher- heitsinteressen aller Nationen dieser Erde inklu- siv berücksichtigen.

Die Konferenz des Schiller-Instituts soll zu die- ser Diskussion einen entscheidenden Beitrag leisten und die gesellschaftlichen Kräfte auf in- ternationaler Basis vereinen, die der Geschichte eine neue Richtung geben können.

WANN
June 30, 2018 at 9am - July 02, 2018

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